Fuge, 2002 (Installationsansicht Ballhaus Düsseldorf, 2002 und Lindenbergs Hof, 2014)

 

„Fuge“ ist ein großformatiges Bild (Acryl auf Nessel, 400 x 580 cm), gemalt nach

der Filmusik "Twin Peaks" von A. Badalamenti. Das Bild ist inspiriert von

David Lynchs Filmen, bei denen sich die Zeit in der Achterschleife befindet

und die Personen immer wieder ihre Identitäten wechseln.

Bei dem mexikanischen Stamm der Otomi heißt das, was wir „Totenschädel“

nennen, "Schmetterling". Sie sehen den nackten Schädel als das an, was uns

alle gleichermaßen vereint, egal ob arm oder reich, gleichgültig des Ansehens

und der Kultur. Der nackte Schädel, der "Schmetterling",  ist bei den Otomi

ein Zeichen, nicht für den Tod, sondern für den Kreislauf des Lebens, den

Prozess der Verwandlung in der Natur.

Nichts ist wie es scheint.

Dieses Bild ist eine Auseinandersetzung mit Identitäten

in Raum und Zeit, der Entropie und der Unschärferelation.

Was in der "Fuge des Schmetterlingsprozesses"  durch die

großformatige Malerei Form annimmt ist unter anderem eine Anspielung

dieser Transformation.

Die Zeit und das Sein deuten sich in dem Bild als stetiger Übergang zu

etwas Anderem hin.

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© S.Klemm